Donnerstag, 16. April 2009

Konsum(t)error

Ich habe mir gerade einen sehr schönen Film angeschaut - der auch Stoff zum Lachen mitbringt wo eigentlich nichts lustig ist.
51 minuten lang Musik und Kunst im Sinne des Konsums

http://i8t.de/92trrdoc

Übrigens Empfehle ich die Videos dieses Portales sehr.
http://www.nuoviso.tv/

Deine Ausführungen hast du in Hinblick auf das bestehende System gemacht.
Alle 60,70, 80 Jahre muss der Kapitalismus neu gestartet werden.
Da andauernder Wachstum der Geldmenge nur Inflation zur Folge haben kann die durch absurde Zinsen die Menschen zwingen noch mehr Geld zu erschaffen in Form von Krediten.

Dies verhält sich exponentiell, zu vorhandenen Schulden - bedeutet...
Je mehr Schulden es gibt, desto mehr Geld gibt es.
Je mehr Geld es gibt, desto mehr Schulden gibt es.

Was passiert also wenn es gar kein Geld mehr gäbe, welches dieses marode System unterstützen könnte?
Unsere Erde hat genügend Ressourcen um jeden Menschen zu ernähren und das zu geben was er zum Leben (Leben nicht Protzen) braucht.
Nun sagt der gesunde Menschenverstand, wozu dann noch arbeiten ?
Arbeiten...nicht jeder Mensch muss arbeiten um notwendige Produkte herzustellen - aber es muss natürlich ein grundlegender Wandel in den Menschen passieren.

Moment einmal! Aber die westliche Welt verbraucht doch schon 80% aller produzierten Güter der Erde obwohl diese Gesellschaft nur 20% unserer auf der Erde lebenden Personen ausmacht !
Richtig !
Ich sprach auch von einem grundlegendem Wandel der auch das kranke ausmaß der Konsumgier auf ein normales Maß regeln könnte.

Weißt du was ich gedacht habe, als ich all diese Dinge mehr oder weniger erkannt habe ?
Und man muss dabei sagen - es ist noch nicht einmal alles was zu sagen wäre...

Ich habe mich in meinem Wohnraum umgeschaut und gedacht
"wie wirst du diesen ganzen unnützen Plunder nur los?"


Ich möchte nicht unbedingt sagen das ich besonders viele Dinge besitzen würde, und dennoch besitze auch ich Konsumgüter die ich lediglich zur befriedigung meiner Gier nach Erfüllung erstanden habe.
Sinnloser Schmuck den ich nie getragen, Kleidung die mir nie passen und vorallem Magazine die ich nur einmal (wenn überhaupt) gelesen habe.

Seit ein paar Monaten kaufe ich diese Dinge nicht, und frage mich vor jedem Kauf ob ich diese Dinge wirklich benötige.
Im Endeffekt landen dann fast ausschließlich nur noch Lebensmittel und Hygieneartikel in meinen Einkaufswagen.

Und wie kann man die Leere füllen die vorher durch Konsum gestopft wurde?
Ich habe ein Ziel, vielleicht auch mehrere kleine.
Und jedes Mal hält die Erfüllung nach Beendigung dieser Wege zum Ziel viel länger als es ein Einkauf getan hätte.

1 Kommentare:

Rudi Revolutioner hat gesagt…

Den Film habe ich auch vor 2 Monaten mal gesehen, das war einfach nur klasse.

Unserer bestes Mittel ist der Boykott, dann tut es denen am meisten weh ;)